Solidarität mit Israel

„In der Nacht sind alle Kühe schwarze“ G.W.F. Hegel

Dem Wahn mangelt es nicht an Information, ebenso ist er nicht falsch informiert. Wäre dem so, könnte der ständige Verweis auf Wikipedia die Aufhebung des Antisemitismus herbeiführen. Öffentlichkeit ist aber kein “Volonté générale” und Faktizität und sinnliche Empirie allenfalls Ausdruck der verstümmelten Erfahrungswelt und Indikator des Zustandes der Unvernunft.

Die neueste Geschichte der Tribunen des Völkerzornes scheint irgendwo zwischen einer Gustloff-Tragödie und einem Bismarck-Martyrium zu liegen. Abgeordnete des verbalmilitanten Flügels der Sozialdemokratie, eine Elite also, die dem Mob noch näher steht, empören sich in Rundfunkanstalten, in ihren etwaigen Veranstaltungslokalitäten, auf Demonstrationen.
Man geht nun ganz offiziell mit der Hamas und der UNO ins Bett. Denn trotz aller Differenz: solange es Israel gibt, ist das Projekt der postmodernen Verfasstheit kein abgeschlossenes und die Verewigung des Immergleichen lässt auf sich warten.

Subsumtionslogisch wird der Inhalt der Form hintangestellt, wenn nicht gar ganz ins Valhalla der Irrelevanz verbannt. Mit äußerster Gewalt dem Gegenstand entgegnend, muss das Besondere dem Allgemeinen nivelliert werden: Es darf nicht sein. Nicht nur hinter Marx, sondern gar hinter Hegel zurückfallend, soll Israel nur Staat unter Staaten sein, bloßes Äquivalent, dessen Substanz ein zu liquidierendes ist. Liquidiert wird dabei der Staat Israel schon im Denken. Der Versuch historischer Subjektivität als solcher soll sein Ende finden, die Monade der „differance“ der Völker sich verewigen. Dieses Ansinnen, welches Israel am Völkerrecht messen, den Staat der Juden vor den Tribunalen einer Institution mit den Referenzen eines Goldstone Berichtes aburteilen will, seien es die antisemitische Internationale oder Jene, die das Recht diesen Wahnsinnigen entgegenhalten, vollstreckt die Unwahrheit an ihm ein zweites mal.

Israel ist kein Staat unter gleichen! Wer Israel dem Völkerrecht zuführen will, der liefert es aus, an Jene, die danach trachten diesen manifest gewordenen Widerspruch unter dem Banner des internationalen Friedens aus den Büchern der Geschichte zu entfernen.

Es gibt also kein sowohl-als-auch, wie jene die zu dumm sind, Phrasen zu dreschen, wenn es dieser bedarf, stetig beschwören. Es kann keine Diskussion über oder um Israel geben, und schon gar keine, die qua Völkerrecht argumentiert, also auf Grundlage einer Formalia, die der Regression des antisemitischen Wahns auf ein Rechtsverhältnis des Stärkeren nichts entgegenzuhalten hat. In dieses Verhältnis sieht sich aber der jüdische Staat gesetzt, und nur in diesem kann er der Bedrohung auch entgegnen. Deshalb kann die Forderung heute nicht lauten, ein Lippenbekenntnis zum Existenzrecht abzugeben. Wieder einmal ist die bedingungslose Solidarität gefordert, eine Solidarität also, die keinen Diskurs führt, sondern die die Schmach noch schmachvoller macht, indem sie diese denunziert. Eine Solidarität die sich ins Handgemenge begibt und unumwunden Waffen für Israel fordert, wo andere “Differenzierungen” einfordern.

Somit:

Das Völkerrecht der Linkspartei!

Waffen für Israel!